Das Leben unter einer Linde. Wohnungen an der Wartenbergstrasse 47, Pratteln.
Das Projekt ist als gleichwertiges, offenes und flexibles räumliches System konzipiert, das sich bewusst von formalen oder funktionalen Hierarchien distanziert und stattdessen eine Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit und Integration gründet.
Die Organisation erfolgt um eine gemeinsame Leerstelle, den bestehenden Garten, der nicht nur als Hintergrund, sondern als aktiver Kern des Alltags gedacht ist. Dieser Raum dient als ökologisches Rückgrat und sozialer Katalysator, der Begegnung ohne Zwang ermöglicht.
Im Zentrum des Gartens steht eine jahrhundertealte Linde, die in ihrer ganzen Pracht erhalten und ihre Wurzelbereiche geschützt wird. Sie wirkt als Gravitationszentrum des Projekts – räumlich wie symbolisch.
Unter ihrem Blätterdach werden Wege, Aufenthaltszonen und visuelle Verknüpfungen ausgerichtet, wodurch sie zum Symbol des genossenschaftlichen Modells wird. Das räumliche System passt sich flexibel an unterschiedliche Wohnformen an und verzichtet bewusst auf starre Modelle. Die Übergänge zwischen privaten, halböffentlichen und kollektiven Bereichen sind sanft, um Begegnung zu fördern, ohne Autonomie einzuschränken.
So wird der Garten – mit der Linde als latentes Zentrum – zum Ort, an dem sich die diverse, inklusive und naturbezogene Gemeinschaft findet.